Klimawandel: Schnelles Handeln statt diplomatisches Reden

Der Klimawandel ist gerade wieder in den Medien präsent, da in diesen Tagen die UN-Klimakonferenz in Glasgow stattfindet. Der G20-Gipfel am vergangenen Wochenende hat schon angedeutet, dass es dort wahrscheinlich wieder nur die leeren Versprechen und diplomatischen Reden wiederholt werden, die wir schon seit Jahren kennen. Denn die verantwortlichen Politiker haben immer noch nicht verstanden, dass es sich um einen Notfall handelt.

Durch den Klimawandel brennt der Wald, aber die Verantwortlichen behandeln es nicht als Notfall.

Klimawandel ist ein Notfall

Stell dir mal vor, dass vor deinen Augen ein anderer Mensch plötzlich zusammenbricht. Es ist ein klar erkennbarer medizinischer Notfall. Wenn noch andere Menschen Augenzeuge dieser Szene sind, zögerst du vielleicht noch wegen des Zuschauereffekts. Doch irgendjemand muss schnell eingreifen. Sonst ist die verunglückte Person schwer beschädigt oder sogar tot.

Vergleichen wir diese Situation mal mit dem Klimawandel und seinen Auswirkungen. Wir sehen seit Jahren die negativen Folgen. In immer heißeren Sommern vertrocknet die Natur bis hin zu massiven Waldbränden. Wir haben auch die Hochwasser-Katastrophe vor unserer Haustür erlebt. Es gibt unzählige Berichte über schmelzendes Eis in der Arktis und auftauenden Permafrost, über einen drohenden Anstieg des Meeresspiegels und viel mehr. Wissenschaftler warnen schon seit Jahrzehnten und Fridays for Future und andere Gruppen bringen diese Warnungen in die Öffentlichkeit. Wenn wir uns nicht die Augen und Ohren fest zuhalten, können wir nicht ignorieren, dass auch der Klimawandel ein akuter Notfall ist.

Der Notfall wird ignoriert

Doch genau dieses Ignorieren ist gerade wieder im großen Stil zu beobachten, nämlich bei der UN-Klimakonferenz in Glasgow und dem unmittelbar vorangegangenen G20-Gipfel in Rom. Was dort zu hören ist, lässt sich sinngemäß so zusammenfassen: Wir reden über 1,5 Grad, wie wir schon 2015 in Paris geredet haben, und machen vielleicht 2030, 2050 oder 2060 mal irgendwas. Von konkreten Maßnahmen wie einem festgelegten Kohleausstieg bis spätestens 2030, einem massiven Ausbau von erneuerbaren Energien und der Unterstützung für besonders stark betroffene Staaten wie in Afrika ist sehr wenig bis gar nichts zu hören.

Bildlich gesprochen: Die Politiker sehen, dass alles brennt, aber sie schicken die Feuerwehr nicht raus. Sie ignorieren den akuten Notfall. Löscharbeiten werden verhindert.

Schnell handeln statt reden

Statt einzugreifen, wird nur das Gerede fortgesetzt. Die Politiker schieben den schwarzen Peter weiter. Das diplomatische Bemühen, es allen recht zu machen, hilft uns bei so einem akuten Notfall wie dem Klimawandel nicht weiter. Es ist ja nett, alle Beteiligten von der EU über die USA bis China berücksichtigen zu wollen. Doch nun muss endlich mal jemand mutig vorangehen. Nicht wie beim Zuschauereffekt auf die anderen schauen, sondern aktiv eingreifen.

Wer jetzt vorangeht, kann zum Vorbild werden. Wir müssen zeigen, dass wir noch etwas bewirken können, wenn wir endlich wirksame Maßnahmen durchführen. Noch haben wir eine Chance, das Klima und damit auch uns selbst zu retten. Wenn wir JETZT handeln.

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